Der Markt Riegersburg wurde um 1140/50 vom damaligen Landesfürsten, Markgraf Otakar III., als Markt gegründet. Um 1530 lebten in den rund 15 bürgerlichen Häusern "Unndterm Stain zu Rögkherspurg" - wie man den Markt damals nannte - nur etwa ein Dutzend Handwerker (Schuster, Schneider, Weber, Müller) mit ihren Familien. Da in Feldbach und Fürstenfeld fast alle Handwerkszweige vertreten waren, blieb die Marktfunktion von Riegersburg stets bescheiden. Erst als Maria Theresia den Markt um 1770 zum Sitz eines Werbbezirkes machte, der zunächst 12 und später sogar 18 Steuergemeinden umfaßte, erhielt der Ort wieder eine zentrale Verwaltungsfunktion. Seit der Einführung der Gemeindeselbstverwaltung im Jahre 1850 leiten Gemeindevorsteher bzw. seit 1918 Bürgermeister die Geschicke des Marktes.